Um es gleich vorweg zu nehmen: Geldbörsen in den unterschiedlichsten Ausprägungen existieren, seitdem es Geld gibt. So stammten die ersten Bronzen- Münzen aus dem Mittelmeerraum ungefähr aus dem Jahre 2000 vor Christi Geburt. Die ersten Silbermünzen kamen aus Griechenland und sind datiert auf etwa 550 vor Christus. Die Römer schließlich führten ein richtiges Münzsystem ein, und das erste Papiergeld aus dem Jahre 650 nach Christi Geburt, stammte aus China.

Wie entwickelte sich nun die Geldbörse?

Ihre Entstehung reicht also weit zurück, und mit der Entwicklung des Geldes wurden geeignete Aufbewahrungsmittel benötigt. Die anfänglichen Varianten hatten natürlich keinerlei Ähnlichkeit mit der stylischen Geldbörse für die Dame oder den Herren in den verschiedensten Ausprägungen. Seit Beginn des Mittelalters wurde oft die so genannte „Geldkatze“, ein Vorläufer der Geldbörse, genutzt. Sie bezeichnet diverse Formen, wie zum Beispiel einen am Gürtel befestigten Beutel in den unterschiedlichsten Ausführungen, der meist zur Aufbewahrung von Münzgeld diente. Aus Leder genäht, gehäkelt oder gestrickt, diente er aber auch zur Deponierung von Ringen oder sonstigem Schmuck. Mit dem Aufkommen des Papiergeldes jedoch, verlor die Geldkatze ihre Funktion, da immer weniger Münzen transportiert werden mussten. So könnte man den Beginn des Papiergeldes als „Startschuss“ für die Entwicklung der Geldbörsen bezeichnen.

 

Manoscritto e monete

Porte-monnaie

Das Design der Geldbörse richtete sich nun nach der Größe der Geldscheine

Die neuen Börsen ermöglichten es, neben Münzen nun auch Banknoten unterzubringen. Sie waren zusammenklappbar und mit mehreren Innenfächern versehen. Die so entstandene Form des Portemonnaies hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Portemonnaies waren schon immer modische Trendsetter, deren Herstellung sich nach der jeweiligen Mode richtete. Als modisches Accessoire entstanden zum Beispiel im 18. Jahrhundert immer neue Modelle in stets verspielteren Formen. Künstlerisch verziert mit hochwertigen Materialien, wie Gold, Perlmutt, Edelsteinen und Perlen, zeigten sie schon damals die Tendenz, sich aktuellen Moderichtungen anzupassen, die bis heute ungebrochen ist.

 

Geldbörsen heute

 

In einer prächtigen Farben- und Formenvielfalt und in den verschiedensten Designs erhältlich, präsentieren sich die Geldbeutel unserer Tage. Mit auffallenden Strass- Steinen, hochwertigen Applikation oder üppigen Blumenmotiven verziert, findet jeder Liebhaber „sein“ passendes Accessoire, von klassisch schwarzen Kreationen bis hin zum auffällig bunten Modell. Vorbei ist auch die Zeit, in denen Portemonnaies ausschließlich zur Aufbewahrung von Münzen und Banknoten dienten. Denn Ausweispapiere, Kredit- und Visitenkarten, Fotos und vieles mehr finden in den Geldbörsen unserer Tage bequem Platz.

 
 
 
Fotos: Fotolia.com © lynea © asmakar © Tommy 
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